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NORD Magazin 2007
Passend zum NORD Event „NORD Style“ (mehr Info) ist das neue NORD Magazin erschienen. Genau wie NORD Style setzt die aktuelle Ausgabe des NORD Magazins einen Schwerpunkt auf das skandinavische Design. Wir interviewten die schwedische Designerin Monica Förster, die gerade zur Designerin des Jahres gekürt wurde, präsentieren Ihnen smartes Design für Kids und das Modedesignprojekt Prime Design. Darüber hinaus bietet das NORD Magazin einen City-Guide für Kopenhagen, einen ausführlichen Artikel über die Kunsthalle im Stockholmer Vorort Tensta und eine Fotostrecke mit den spannendsten Modedesignern aus dem Norden. Außerdem erwähnenswert ist, dass NORD mit dieser Ausgabe Zuwachs bekommen hat. Das SÜD Magazin stellt ab sofort Akteure und Events in Berlin vor, denn auch hier gibt es viel, was für ein skandinavisches Publikum von Interesse ist.Das NORD Magazin – inklusive seiner Schwester SÜD – liegt wie gewohnt in den Berliner Kulturinstitutionen, Cafés und Clubs aus. Ihr eigenes Exemplar gibt es hier als PDF zum Download und jetzt neu auch unter scandstyle.de zu bestellen!




Wettlauf um den Königssohn
Am 19. März 2011 fand in Norwegen zum 74. Mal das alljährliche Birkebeiner-Rennen im klassischen Stil statt und wir hatten die Möglichkeit einen NORD-Journalisten nach Lillehammer zu schicken, um den Zieleinlauf im Stadion live mitzuerleben. Bei strahlendem Sonnenschein gingen rund 16.000 Amateur- und Profi-Skilangläufer an den Start der 54 Kilometer langen Strecke von Rena nach Lillehammer.
Das Birkebeiner-Rennen geht auf eine alte Sage zurück, nach der Anfang des 13. Jahrhunderts der Sohn des gerade verstorbenen Königs auf geheimer Strecke und unter extremen Witterungsverhältnissen in Sicherheit gebracht und später zum König gekrönt wurde. Der Königssohn Håkon Håkonsson wird bei diesem Rennen durch einen genau 3,5 Kilogramm schweren Rucksack symbolisiert, den jeder Langläufer während des Rennens tragen muss. Da viele Läufer noch Getränke und wetterfeste Kleidung dabei haben, ist das Gewicht des Rucksacks sogar meist um ein Vielfaches höher.
Wir konnten uns vor Ort selbst davon überzeugen, dass der norwegische Nationalsport keiner Altersgrenze unterliegt: 1.600 Teilnehmer des diesjährigen Birkebeiner-Rennens sind 60 Jahre oder älter. Beim Zieleinlauf im Stadion staunten wir nicht schlecht darüber, dass die sportlichen Senioren mit der jüngeren Konkurrenz mehr als mithalten konnten.
Am Ende hatten dann aber doch die etwas jüngeren Semester die Nase vorn. Allerdings konnte auf heimischem Boden weder in der Damen- noch in der Herrenkonkurrenz ein norwegischer Teilnehmer gewinnen. Bei den Damen erreichte die 29-jährige Schweizerin Seraina Boner als Erste das Ziel, bei den Herren trug der 38-jährige Tscheche Stanislav Rezac den Sieg davon.
In diesem Jahr wurden die Bilder der erschöpften, aber glücklichen Sieger erstmalig im norwegischen Fernsehen übertragen und verhalfen dem traditionsreichen Langlaufrennen zu noch größerer Aufmerksamkeit.




Kopenhagen im Fashion-Fieber
Vom 2. bis 6. Februar 2011 verwandelt sich Kopenhagen wieder zur Modehauptstadt Europas. Junge Nachwuchsdesigner präsentieren einem internationalen Publikum ihre neuen Kollektionen für die kommende Sommersaison. Jedes Jahr im Februar und August lockt die Kopenhagener Fashion Week Modemacher und –interessierte in das Zentrum der dänischen Metropole.
Das Danish Fashion Institute, Veranstalter der Modewoche, wird im Stadtkern von Kopenhagen zwei Großleinwände platzieren, damit auch Personen, die keine der begehrten Showeinladungen besitzen an dem Modeevent teilhaben können.

Seit 2010 wird im Rahmen der Modewoche auch der begehrte Max Factor New Talent Award
an kreative Modemacher verliehen. Der Preisträger wird von Modeexperten und Online-Usern bestimmt und erhält ein Preisgeld von umgerechnet etwa 20.000 Euro. Mit dieser Finanzspritze wird die Laufsteg-Show des Gewinners auf der aktuellen Fashion Week gesponsert.
Als bestes Nachwuchstalent 2011 wurde die in Kopenhagen lebende Jungdesignerin Veronica B. Vallenes gewählt, die ursprünglich aus Norwegen stammt. Bereits im Februar 2010 gewann sie den Debütpreis auf der Fashion Week in Oslo.

Parallel zur Modewoche findet das Copenhagen Fashion Festival statt, auf dem Modefans an verschiedenen Shows, Events und Ausstellungen teilnehmen können. Auf der Webseite des Festivals kann man sich über die einzelnen Events informieren und den aktuellen Veranstaltungskalender runterladen. Für diejenigen, die ihr Geld in „green fashion“ investieren möchten, bietet der Onlineauftritt des Festivals mit„The Green Walk“ einen Stadtführer durch Kopenhagen, der Shops mit mindestens einem nachhaltigen Modelabel aufführt – inklusive Routenplan.




Ein kleiner Weihnachtsmarkt-Guide für Skandinavien
Wer noch nicht in der richtigen Weihnachtsstimmung ist, sollte einen der vielen skandinavischen Weihnachtsmärkte besuchen. Wir empfehlen die interessantesten Weihnachtsmärkte des Nordens.  

Schweden:
Das Kaufhaus Nordstan in Göteborg öffnet seine Pforten zum großen Weihnachtsmarkt jedes Jahr vom 18. November bis zum 30. Dezember. Mehr als hundert  Aussteller, meist Absolventen der Göteborger Hochschule für Design und Kunsthandwerk, präsentieren eine Vielzahl ihrer kreativen, hochwertigen Arbeiten.

Finnland:

In der finnische Hauptstadt Helsinki, die von der Weltdesignorganisation ICSID kürzlich zur Designhauptstadt der Welt 2012 ernannt wurde, findet vom 12. bis zum 23. Dezember der Weihnachtsbasar im Studentenhaus Vanha Ylioppilastalo statt. Mitten im Zentrum von Helsinki kann man Kunst und Designprodukte zu günstigen Preisen erwerben.

Dänemark:
Abenteuerlich geht es vom 9. bis zum 20. Dezember auf dem „Julemarked“ in der alternativen Freistadt Christiania zu. In der „Grå Hal“ ist allerlei Exotisches zu finden, und wer will, kann sich sogar ein Tattoo vor Ort stechen lassen. Das macht den Weihnachtsmarktbesuch doch zu einem kleinen Abenteuer.

Norwegen:
Anfang Dezember dieses Jahres stellten norwegische und internationale Designer und Künstler wie jedes Jahr im Norwegischen Center für Design und Architektur ihre handgefertigten Designprodukte vor. Seit 1999 ist der gut besuchte Weihnachtsmarkt eine Tradition in Oslo.

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eihnachten kann also kommen – mit Stimmung, originellen Geschenken und bitte auch mit ganz viel Schnee.




SPIE(GE)LKUNST
Spielzeug mit künstlerischem Anspruch, kreiert für Kinder und Erwachsene – Gibt es so etwas überhaupt? Jetzt schon. Denn das dänische Unternehmen Artistoys hat sich mit anerkannten Künstlern zusammengetan, um eben solches Spielzeug zu erfinden und herzustellen. Als erstes Produkt ist in Zusammenarbeit mit dem Kopenhagener Jeppe Hein das Spiegelschloss („The Mirror Castle“) entstanden, das in drei verschiedenen Größen verfügbar ist. Jeppe Hein ist besonders für seine beweglichen Skulpturen und interaktiven Installationen bekannt, die mittlerweile auch international ausgestellt werden. Er lebt und arbeitet in Kopenhagen und Berlin. Das von ihm entwickelte Spiegelschloss und dessen Effekte der Spiegelreflexion lassen einen grenzenlosen Raum entstehen und wecken Fantasie und Vorstellungskraft – nicht nur von Kindern. Auch Erwachsene können beim Spielen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Durch einfache Perspektivwechsel und die Schaffung von Illusionen können Kinder ihre Identität spielerisch erkunden – hier wird das Spielzeug zum Kunstwerk.Das Spiegelschloss besteht aus drei unterschiedlichen Acrylschichten. Die beiden äußeren Schichten sind aus Spiegelacryl gefertigt, die mittlere Schicht des Spielzeugs ist ein spezifisches Acryl, das für Stabilität und Haltbarkeit sorgt. 

Mehr Informationen zum Produkt und wo man das Spiegelschloss bestellen kann unter: www.artistoys.com 




Ein Hollywoodstar in Lübeck
Dieses Jahr war ein Hollywoodstar bei den 52. Nordischen Filmtagen in Lübeck zu Gast – Stellan Skarsgård. Der Name ist vielleicht nicht so bekannt wie der von Brad Pitt, aber das Gesicht dürfte vielen Filmfans durchaus bekannt sein, zum Beispiel aus den Hollywood Blockbustern „Fluch der Karibik“ oder „Illuminati“. Demnächst kann man ihn in der Rolle des Martin Vanger im Hollywood-Remake der spektakulären Millenium-Trilogie von Stieg Larsson erleben. Auf den Lübecker Filmtagen stellte Skarsgård zusammen mit dem Regisseur Hans Petter Moland sein neues Filmprojekt „Ein Mann von Welt“ (OT: „En ganske snill mann“) vor. In der norwegischen Tragikkomödie spielt Skarsgård einen Ex-Ganoven, der nach 12 Jahren Gefängnis ein neues Leben beginnen will, aber immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Bei der diesjährigen Berlinale feierte der Film Weltpremiere und kämpfte um den goldenen Bären. Dieser ging zwar an den deutsch-türkischen Beitrag „Bal“, aber dafür gewann „En ganske snill mann" den Publikumspreis der Berliner Morgenpost. Seit 15 Jahren ist die Komödie der erste norwegische Beitrag im Wettbewerb der Berlinale gewesen. In den Deutschen Kinos wird er ab dem 9. Dezember zu sehen sein.  

Spielfilme aus Norwegen erfreuen sich international immer größerer Beliebtheit. Sie lassen sich aber nicht auf ein Genre festlegen. Besonderes Publikumsinteresse, auch außerhalb Norwegens, finden insbesondere satirische Komödien wie „Kitchen Stories“ oder „Elling“, der 2002 in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für einen Oscar nominiert wurde.




So wird´s gemacht!
Berlin: Wieder einmal war die Stadt Veranstaltungsort für eine ganz besondere Woche – der Berlin Music Week. Und wieder einmal veranstaltete die Musikmesse Popkomm zahlreiche Showcases - vor allem mit Künstlern aus skandinavischen Ländern. Einige dieser Künstler kommen aus Dänemark und wurden von World Music Denmark präsentiert.World Music Denmark (WMD) ist eine Organisation, die von dänischen Künstlern und Freischaffenden für Künstler aus Dänemark geschaffen wurde. So unterstützt sie dänische Bands u.a. bei deren Vermarktung und veranstaltet Events für „Weltmusik“ aus Dänemark. Karen Makupa, Pilpel, Afenginn, Dánjal, Analogik oder Mames Babegenush: dies sind dänische Künstler, deren internationale Karriere WMD fördert. Sie alle haben nichts gemeinsam – das ist aber auch gut so, denn wie könnte sich Dänemark sonst als Land der vielfältigen Musik präsentieren? Die Dänen bieten Genres, die unterschiedlicher nicht sein könnten: von Balkan und Klezmer über Reggeapop, Electronic-Pirate-Rock oder World Fusion – für jeden bietet WMD interessante Newcomer.

Musik von der dänischen Reggae-Königin Karen Mukupa findest du hier. Oder die Website von World Music Denmark.




Schwedisches Design ganz königlich
Vor etwa 30 Jahren wurde ein Prinz geboren, etwa 30 Jahre hat es auch gedauert bis das Mema/GAB Unternehmen wieder eine neue Silberbesteck-Serie auf den Markt bringt.
Der Prinz ist jetzt erwachsen und  – was für ein Zufall –  Designer. Die Besteckserie trägt den Namen CPB 2091 und entworfen hat diese niemand Geringeres als Carl Philip Bernadotte, Prinz von Schweden.

Carl Philip sollte „neu und zeitgenössisch“ denken, als er mit dem Entwerfen der neuen Besteckserie beauftragt wurde. Mema/GAB gehört zu den führenden Herstellern von handgefertigtem Silberbesteck in Schweden. Klassik und Zeitlosigkeit sind die Markenzeichen des Labels. Bernadotte ließ sich von internationalen Großstädten und deren Architektur inspirieren. Herausgekommen ist ein Design, welches gleichzeitig elegant und funktional ist. Charakteristisch für CPB 2091 sind die Rundungen, welche sich in allen Teilen der Serie wieder finden. Carl Philip hat mit seiner Serie ein zeitloses Design geschaffen, welches einen internationalen Charakter hat.

CPB 2091 besteht aus einem Menübesteck, einem Dessertbesteck sowie einem Kaffeelöffel und einer Kuchengabel. Erweitert wurde die Serie in diesem Jahr um ein Wasserglas aus Silber.
Weiteres zeitloses Besteck und Informationen dazu finden Sie auf http://memagab.se/en/ .

Bildquelle: ScandinavianDesignCenter.de




Zurück zu den Wurzeln aber die Zukunft im Blick
Als Dänemarks Wissenszentrum für Design und Innovation spielt das Danish Design Centre eine Schlüsselrolle in der Realisierung von Dänemarks Design-Politik – „Design-Denmark“.

Jährlich werden von dem Danish Design Centre Preise vergeben, die dazu beitragen sollen neue Trends aufzuspüren und innovatives Denken zu fördern. Ziel ist es außerdem, die Wettbewerbsfähigkeit dänischer Unternehmen national wie auch international zu verbessern und somit Dänemark an die Spitze des Design-Berges zu führen. Eine dieser Auszeichnungen ist der „Designmatters-Preis“, dessen Verleihung demnächst wieder für die Periode 2010/2011 ansteht. Er wird an kleine und mittelständische Unternehmen verliehen, die sich sehr erfolgreich darum bemüht haben eine Corperate Identity einzuführen.

Für 2008/2009 wurde „Hansens Flødeis“ mit dem „Designmatters-Preis“ des Danish Design Centre in Kopenhagen ausgezeichnet. Aus einem kleinen dänischen Familienbetrieb hat sich ein modernes, aber nach wie vor mit den Traditionen verwurzeltes, Unternehmen entwickelt. Das heißt im Klartext: traditionelle Herstellungsverfahren, biologisch zertifizierte und/oder Fair-Trade-Rohstoffe und ein Design, welches Vergangenes mit Neuartigem kombiniert.
Weitere Informationen über das Danish Design Centre finden sie hier (www.ddc.dk)




Die Uhr tickt
Oslo: 20 Grad, bewölkt, Nieselregen. In wenigen Tagen findet der Eurovision Song Contest 2010 in Oslo statt. Die 19-jährige Hannoveranerin Lena Meyer-Landrut wird dabei Deutschland vertreten. In Oslo wird sie auf ihren norwegischen Konkurrenten Didrik Solli-Tangen treffen. Zur Zeit befinden sich alle in den letzten Vorbereitungen. An jeder Ecke wird aufgeräumt, geputzt und geprobt.

Alle Augen sind nun auf die Telenor Arena gerichtet. Sie wird Austragungsort für den diesjährigen Eurovision Song Contest sein, der in Norwegens Hauptstadt stattfindet. Seit Monaten arbeiten hunderte Helfer an einem reibungslosen Ablauf der weltweit bekanntesten Musikshow. Insbesondere das Team um Al Gurdon, welches auch 2010 für das Licht-Design verantwortlich ist. Gurdon, der schon länger als 10 Jahre große musikalische TV-Produktionen wie die MTV Music Awards oder die Brit Awards designt, muss auch in diesem Jahr sein Können unter Bewies stellen. Die 18 Meter große kreisförmige Bühne ist aus vielen Schichten Glas und Spiegeln gebaut. Kombiniert mit verschieden Lichttechniken soll eine 3-dimensionale Wirkung erzielt werden. Die Bühne ist zudem von großen Lichtanlagen umgeben, die weit in die Arena hinaus reichen. Durch Verbindungen der Lichtelemente mit den Vorrichtungen wird das Publikum zu einem wesentlichen Bestandteil der Bühne.Die Vorarbeit ist erledigt. Jetzt muss sich zeigen, ob auch alles weiter so perfekt ablaufen wird, wie bisher geplant.

Der Eurovision Song Contest findet am 25., 27. Und 29. Mai 2010 statt. Weitere Information finden Sie hier:
http://eurovision.ndr.de
und auf dem Eurovision-Kanal auf Youtube:
http://www.youtube.com/user/eurovision




Nordischer Untergrund in Berlin
Oslo in der nahen Zukunft: In der durchtechnologisierten Gesellschaft wird das heutige Oslo in einem Vergnügungspark namens „Alte Zeiten“ konserviert. In dieser Gesellschaft wird einjeder bis ins kleinste Detail kontrolliert, hat aber auch erstaunliche Möglichkeiten, mit der eigenen Identität zu spielen. Aussehen und Körper werden der Mode angepasst: wer keine Lust hat, eine Frau zu sein, lebt eben als Mann oder umgekehrt. Mitten in dem bunten Treiben verdingt sich Hauptperson P (sprich: Pi) als irrationales Handlungselement bei einem Verlag. Die eigentliche Schreibarbeit leisten Computer und P sorgt dafür, dass die Handlungsstränge nicht allzu glatt verlaufen. Privat kultiviert P abstruse Theorien, etwa die, dass die Menschheit eine große, intergalaktische Schweinebande ist, die sich hier auf der Erde versteckt hält. All das wäre kein Problem, würde P nicht tatsächlich von höchster Stelle observiert, da sich in seinem Kopf der Schlüssel für ein wohl gehütetes Geheimnis verbirgt...

Berlin heute: Der norwegische Autor Tor Åge Bringsværd liest im Rahmen der  „Langen Buchnacht in der Oranienstraße“ aus seinem Roman „Puder oder Sleeping Beauty in the Valley of the Wild, Wild Pigs“. Der Autor bringt dabei das Oslo der Zukunft in den Berliner Untergrund. Die Lesung findet am 8. Mai passend zum skurrilen Handlungsrahmen seines Romans im historischen U-Bahnhof Oranienplatz statt. Der Abend verspricht nicht nur für die Kenner der bizarren, humorvollen Geschichten Bringsværds spannend zu werden. Auch Fans von Autoren wie Brian O"Nolan oder Douglas Adams werden bei diesem Ereignis voll auf ihre Kosten kommen. Neben „Puder“ wird der Autor an diesem Abend auch aus seinem neuesten Roman „Die Frau, die allein ein ganzer Tisch war“ lesen.

Zusätzlich zum 8. Mai kann man Bringsværd auch einen Tag später in Hamburg live erleben. Dort wird er am 9. Mai im Rahmen des „Anderseits Literaturfestivals“  aus seinen Büchern lesen. Wer jetzt Lust bekommen hat, Tor Åge Bringsværds Welt näher kennen zulernen, kann eine Email an verlosung@nord.info schicken. Die ersten drei Einsender gewinnen eines von Bringsværds Büchern.

Lesung Berlin:
8. Mai, 20:00 Uhr
Historischer U-Bahnhof am Oranienplatz

Lesung Hamburg
9. Mai 19:00
Kulturhaus III&70

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der Homepage des Verlages Onkel & Onkel verfügbar
 

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Apropos Licht!

Für die Maler und Fotografen des Nordens war das Licht schon immer ein zentraler Bestandteil ihrer Bildsprache. Genauso spielt auch für die dänische Bildagentur Colourbox das Licht des Nordens eine wesentliche Rolle. So werden ein großer Teil der Bilder in Nordeuropa produziert, um das natürliche und weiche Licht Skandinaviens ins Spiel zu bringen.

Wir trafen uns in einem Café mit Lasse Nørbæk von Colourbox Deutschland zu einem Gespräch. Für Lasse ist die Definition von Fotografie als „recording of light rays“ – als Aufzeichnung von Lichtstrahlen zentral. „Ohne Licht kann kein Bild aufgenommen werden. Licht ist dabei nicht gleich Licht. Je nach der Beschaffenheit des Lichtes kann eine warme und wohlige oder eine graue und kalte Bildstimmung erzeugt werden. Die Beschaffenheit des Lichts ist also elementar für die Bildaussage und häufig macht das Licht den Unterschied zwischen einem gutem und einem hervorragendem Bild aus.“

Wir trafen uns in einem Café mit Lasse Nørbæk von Colourbox Deutschland zu einem Gespräch. Für Lasse ist die Definition von Fotografie als „recording of light rays“ – als Aufzeichnung von Lichtstrahlen zentral. „Ohne Licht kann kein Bild aufgenommen werden. Licht ist dabei nicht gleich Licht. Je nach der Beschaffenheit des Lichtes kann eine warme und wohlige oder eine graue und kalte Bildstimmung erzeugt werden. Die Beschaffenheit des Lichts ist also elementar für die Bildaussage und häufig macht das Licht den Unterschied zwischen einem gutem und einem hervorragendem Bild aus.“

Als wir das Café wieder verlassen strahlt uns die Sonne entgegen. „Schau mal, das Licht hat wieder kraft gewonnen! Der Frühling rückt näher.“, kommentiert Lasse spontan.

Colourbox im Web
Kontakt Lasse




Orlando skandinavisch interpretiert
Gibt es eine Verbindung zwischen Georg Friedrich Händels Oper „Orlando“ und Skandinavien? Ab dem 26. Februar 2010 ist die Antwort definitiv ja, denn dann findet in der komischen Oper Berlin die Premiere des Stücks unter der Leitung des norwegischen Regisseurs Alexander Mørk-Eidem statt.

Mørk-Eidem hat sich durch seine Inszenierungen am Königlichen Theater Kopenhagen, am Stadstheater Stockholm und dem Osloer Nationaltheater in ganz Skandinavien einen Namen gemacht. Mit „Orlando“ ist er nun auch in Deutschland zu sehen. Die Aufführung am 26. Februar ist dabei in doppelter Hinsicht eine Premiere, denn es ist auch das erste mal, dass Mørk-Eidem seinem angestammten Genre des Theaters „untreu“ wird und eine Oper inszeniert.

Die Aufführung von Orlando an der Komischen Oper verspricht also in mehrfacher Hinsicht, zu einem spannenden Erlebnis zu werden.  NORD freut sich, insgesamt 5x2 Karten für die Aufführung der Oper am 7. März 2010 zu verlosen. Um teilzunehmen reicht es, einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Orlando“ an verlosung@nord.info senden. Für die ersten fünf Einsender werden dann die Karten an der Kasse der Komischen Oper hinterlegt.

Nähere Informationen zur Aufführung und weitere Termine kann man auf den Seiten der Komischen Oper nachlesen.

Foto: Hanns Joosten






Die Koppe - Kohle macht glücklich
Der Dokumentarfilm von Franziska Milata und des finnischen Künstlers Juhani Seppovaara erzählt von der Entstehung eines besonderen Treffpunktes in Berlin.

In der Kopenhagener Straße 16 und auf dem freien Platz gegenüber des Hauses existierte bis Mitte der 90er Jahre ein Kohlenhandel im Bezirk Prenzlauer Berg. Die Berliner Mauer war nur einen Steinwurf entfernt. Als der Kohlenhandel geschlossen wurde, standen der ehemalige Kohlenplatz und große Teile des Hauses über mehrere Jahre leer, bis einige junge Leute auf das heruntergekommene Gebäude aufmerksam wurden und mit viel Energie und Leidenschaft einen Nachbarschaftstreffpunkt aufbauten, aus dem sich allmählich die Kohlenquelle (Koppe) mit dem Mittwochsclub und einem Café entwickeln sollte. Aus dem ehemaligen Kohlenplatz wurde eine Oase der Ruhe, auf dem ein Beachvolleyballplatz und Spielplatz für Kinder und eine Pizzeria entstanden.

Beschrieben wird ein typischer Tag in der Kohlenquelle in dessen Hintergrund eine im Haus lebende 90jährige Dame aus ihrem Leben berichtet von der Nachkriegszeit über die DDR- bis zur Wendezeit.

 Der Film spiegelt ein für Berlin typisches Lebensgefühl wieder. Diese Lebesfreude drückt sich im Schlusswort eines Mannes aus: „Guck“ Dir das an: Die Sonne scheint, ein Papa mit Kinderwagen, eine Mutter, die grinst, das ist doch wundervoll! Darum geht es! Genieß die Zeit, die du hier hast, genieß die Zeit mit den Menschen um dich herum. Genieß es einfach!“

Den Film gibt es am 9.11.2009 um 19:30 in der Kohlenquelle in der Kopenhagener Straße 16 in Berlin zu sehen.




„Der Herbst ist nordisch“ - Die Nordischen Botschaften feiern zehnjähriges Bestehen
Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 haben sich die Nordischen Botschaften nicht nur zu einem anerkannten Zentrum für nordische Kunst und Kultur entwickelt, sondern auch als ein Ort der kulturübergreifenden Begegnungen etabliert. Grund genug, dies nun ausgiebig zu feiern.  

Bereits im September ertönte der Startschuss für einen bis Ende Januar andauernden skandinavischen Festreigen. Die fünf Gastgeber, die Botschaften von Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Island haben dazu einen bunten Mix verschiedenster Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Lehre zusammengestellt. 

Die Anfang Oktober gestartete Ausstellung „Kreative Energie“ (Laufzeit bis Dezember) informiert über skandinavische Umweltforschung und stellt einzelne Projekte vor.  Im November laden diverse Lesungen renommierter Schriftsteller wie Erling Jepsen (4.11.), Mirjam Kristensen (10.11.) und Lars Hulden (24.11.) zum Zuhören ein. Den Jüngsten bietet sich die Möglichkeit, an fünf Vormittagen den Lieblingsmärchen der Botschafter zu lauschen. Für Ästhetikliebhaber eröffnet am 2. Dezember die Ausstellung „EcoChic“ ihre Pforten. Hier präsentieren schwedische Designer Mode, die sowohl ethischen als auch umweltfreundlichen Anforderungen Rechnung trägt. 

Das Programmheft mit vielen weiteren Terminen und den Veranstaltungsorten gibt es hier zum download




Grüne Design Nation - Copenhagen Design Week ganz im Zeichen des Klimawandels
Vom 27. August bis zum 6. September findet in Kopenhagen die erste Kopenhagener Designwoche statt.

Die vom Wirtschaftsministerium initiierte und vom Dänischen Center für Design organisierte Veranstaltung versteht sich als eine Art Pre-Event zu der im Dezember stattfindenden UN-Klimakonferenz in der dänischen Hauptstadt. Treffend zu dieser Thematik dreht sich eine Woche lang alles um sustainable Design.

Vertreter aus den Bereichen Design, Wirtschaft, Politik sowie der internationalen Presse wollen auf diversen Ausstellungen, Diskussionsrunden und Messen über die Möglichkeiten innovativer Produkte diskutieren, Umweltverträglichkeit mit ästhetischem Anspruch zu vereinen. Die Veranstalter erhoffen sich dadurch, einen Anstoß für neue Ideen zu liefern.

Die Designwoche fällt mit der Verleihung des weltgrößten Design Awards INDEX zusammen. Der seit 2005 alle zwei Jahre verliehene  „Oscar“  der Branche  verfolgt mit seinem Credo "Design to improve life" ein gleichermaßen funktionelles Interesse wie die CDW. Mehr Informationen bezüglich des genauen Zeitplans und der Veranstaltungsorte gibt es hier:




Reykjavík - Rauchbucht mit kreativem Flair
Weltwirtschaftsbedingtem Krisentourismus zum Trotz ist die nördlichste Hauptstadt der Welt immer eine Reise wert. Denn die quirlige Metropole liefert den besten Beweis dafür, dass Island, neben einer ebenso atemberaubend schönen wie vielseitigen Landschaft, auch allerhand Kulturelles zu bieten hat.

Reykjavik gilt als kreatives Zentrum des Inselstaats. Künstlerateliers und malerische Cafés reihen sich dicht an dicht, nirgendwo gibt es mehr Theater per Einwohner als hier. Weltoffen, modern und mitunter extravagant, die Stadt hält durch ihre besondere Mischung aus Tradition und modernem Fortschritt allerhand Möglichkeiten für ihre Besucher parat.

Dabei kommen auch Designfreunde nicht zu kurz. Im Concept Store Kisan finden sich beispielsweise Bücher, CDs und handgestrickte Pullover der heimischen Marke Farmers Market neben internationalen Accessoires von Sonia Rykiel, The Girl and the Gorilla oder Petit Bateau. 

Wer sich von etwas kühleren Temperaturen nicht abschrecken lässt, dem bleibt auch jenseits der Hauptreisesaison (bis Ende August) genügend Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen.
 




39. Roskilde Festival - Dokumentation von Ulrik Wivel schaut hinter die Kulissen
Gestern ging die 39. Auflage des Festival-Dauerbrenners Roskilde an den Start.
Wie jedes Jahr am ersten Juliwochenende verwandelt sich die überschauliche Gemeinde südwestlich von Kopenhagen vier Tage lang in ein Mekka für Musikfreunde. Roskilde steht für ein ausgezeichnetes Line-Up, bei dem sich die großen Namen der Rock- und Popmusik die Klinke in die Hand geben. Dieses Jahr wird, neben den Pet Shop Boys, Cold Play, Håkan Hellström und Trail of Dead, vor allem der Auftritt der Altrocker von Faith No More mit Spannung erwartet.

Pünktlich zum Start ist nun ein gleichnamiger Film auf DVD erschienen, der sich in 100 kurzweiligen Minuten dem „Mythos Roskilde“ widmet. Der dänische Filmemacher Ulrik Wivel hat acht Jahre lang das Festival begleitet und dabei schöne Momente eingefangen, Künstler und Veranstalter interviewed und dabei auch die Impressionen der Besucher nicht außer Acht gelassen. Dabei herausgekommen ist eine hochemotionale Musikdokumentation, die all die Hintergründe der Veranstaltung offenlegt und sich ideal dazu eignet, über die wehmütigen Momente bis zum nächsten Jahr hinwegzutrösten.

„Roskilde, the Music, the Party, the Feeling“ - ein Film von Ulrik Wivel
Sprachen: Deutsch, Dänisch mit englischen Untertitel
erschienen am 26.06.2009
Edel Entertainment GmbH
Spieldauer: 100 min





OFFECCT Showroom: nun mit extra langen Öffnungszeiten

Seit seiner Eröffnung im Februar hat sich der OFFECCT Showroom nicht nur zu einem beliebten Treffpunkt für Einkäufer, Architekten und Einrichter entwickelt, sondern zieht auch immer mehr Designinteressierte abseits der Szene an.
 
Pünktlich zu den beginnenden Sommerferien lockt die neue Boutique nun mit längeren Öffnungszeiten und bietet qualitativ hochwertiges, schwedisches Design zu teilweise vergünstigten Konditionen an.
Zudem gibt es während der kommenden Monate auch eine Ausstellung zum Thema skandinavisches Design  sowie eine in halbstündiger Abfolge stattfindende Filmvorführung über die Geschichte von OFFECCT zu sehen.

Wer den Sommer lieber in Deutschland verbringen will, der kann farbenfrohe Designartikel wie den Hocker FLOWER von OFFECCT auch in unserem Webshop Scandstyle.de erwerben.

OFFECCT –Showroom und Boutique in Stockholm
Torsgatan 13
11123 Stockholm


Die schwedische Botschaft lädt ein zum Tanz um den Mittsommerbaum
Das diesjährige schwedische Sommerfest steht ganz unter dem Zeichen der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft. Unter dem Motto „Schweden für jeden“ bekommen Freunde des hohen Nordens am Wochenende des 27. und 28. Juni die Möglichkeit geboten, sich in typisch skandinavischem Ambiente an schwedischen Traditionen und zeitgenössischem Kulturleben zu erfreuen. Das alles bei freiem Eintritt! Ort der Veranstaltung ist das Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften.

Dabei wird den Besuchern ein breit gefächertes Programm geboten: An beiden Tage gibt es die Möglichkeit, sich an Informations- und Verkaufsständen aus den Bereichen Tourismus, Wirtschaft, Energie und Musik mit allerlei Wissenswertem über das Reise- und Kulturland Schweden zu versorgen. Liebhaber des Ästhetischen können es sich auf original Sitzmöbeln im schwedischen Design bequem machen, dabei an einem schwedischen Quiz teilnehmen und, mit etwas Glück, eine Reise nach Schweden gewinnen! 

Musikalische Darbietungen von Folk bis Indie Rock werden ebenso Bestandteil des Programms sein, wie Tanz und Musikfilme. Kinder können sich an der Kletterwand austoben, schwedischen Märchen lauschen oder  in die Welt von Pipi, Michel und Co. abtauchen. Kulinarische Feinheiten dürfen selbstverständlich nicht fehlen. So werden  Köstlichkeiten wie Elchwurst, Fischburger und Lachs vom Grill für das leibliche Wohl sorgen. 

Mehr Informationen zum genauen Programmablauf findet ihr auf www.schwedenfuerjeden.eu

Schwedisches Sommerfest 27.- 28.06.; 11-23 Uhr

Nordische Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin-Tiergarten
Anfahrt: Busse 100, 106, 187, 200 und Fahrradtaxi vom Potsdamer Platz
 




Norsk Grafisk Design: Naturschauspiele in Oslo
Vor knapp einem Jahr erreichten uns fast täglich Pakete aus Norwegen. Es waren  Exponate, die unsere Agentur, Himmel & Jord, in Kooperation mit der Norwegischen Botschaft in Berlin für die Ausstellung Naturschauspiele – Powered by Nature ausgewählt hatte. Diese Ausstellung ist nun seit dem 3.6. bei DogA, dem norwegischen Center für Design und Architektur in Oslo, zu sehen.  

In Deutschland wird Norwegen traditionell mit Natur assoziert. Wenigen ist dabei bekannt, dass das Land auch über eine sehr dynamische Designszene verfügt. Die Ausstellungsstücke, die nun auf der DogA zu sehen sind, verknüpfen natürliche Idylle mit modernem Design. Anhand von Annoncekampagnen, Illustrationen und Animationen spiegelt sich die Natur im graphischen Design von 21 Agenturen wider.

Die Ausstellung wurde von Norsk Form unter der Leitung von Matti Lucie Arentz organisiert und geht noch bis zum 23.8. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen zur Ausstellung und den teilnehmenden Agenturen findet ihr unter: www.norskform.no

Naturschauspiele in Oslo: 3.6. - 23.8.2009

DogA
Hausmannsgate 16,
0182 Oslo

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„Up“: Schöner leben in der Stadt
 Im vergangenen Jahr beschlossen der südtiroler Beleuchtungshersteller Ewo und das Osloer Designstudio Norway Says, eine Zusammenarbeit einzugehen. Acht gemeinsame Monate später können nun die Besucher der Jubiläumsausstellung der Designergruppe, „Norway Says 10“, die Früchte dieser Kooperation bestaunen.

„Up“ heißt die neue Linie der beiden Partner. Sie besteht aus Licht- und Einrichtungsobjekten, mit deren Hilfe das triste Bild so mancher Großstadt verschönert werden soll. Von Leuchtsäulen über Fahrradständer bis hin zu Sitzbänken spiegelt jedes Produkt die Ambition seiner Macher wieder, die urbane Landschaft zu ästhetisieren.

Norway Says macht seit mehreren Jahren durch erfolgreiches Möbel- und Elektronikdesign auf sich aufmerksam. Die Zusammenarbeit kam auf ausdrücklichen Wunsch von Ewo zustande, dessen Begeisterung gegenüber innovativen Ideen das Unternehmen dazu motivierte, sich dem Design zu öffnen.

Interessierten steht bis zum 23. August die Möglichkeit offen, die Ausstellung zu besuchen. Veranstaltungsort ist das Nationale Museum für Kunst, Architektur und Design in Oslo.




Indie-Rock made in Finnland - Underwater Sleeping Society

Das Sextett aus Helsinki gilt als vielversprechende Indiehoffnung ihrer Heimat. Ihr mittlerweile drittes Album  „The Dead Vegas“, bei deren Produktion Soundtrack Of Our Lifes Bassist Kalle Gustafsson Jerneholm mit Hand anlegte, hat ihnen von der Fachpresse bereits die Ehre eingebracht, im selben Atemzug mit englischen Indiegrößen wie den Doves und den Editors genannt zu werden. 

Inhaltlich ist letzterer Vergleich nicht ganz unbegründet, denn die Texte aus der Feder von Songwriter Okko Nieminen, die zumeist von unglücklicher Liebe handeln, evozieren einen  ähnlichen Weltschmerz wie die ihrer etablierteren Kollegen aus dem Vereinigten Königreich.

Auch der Zuspruch beim Publikum spricht eine deutliche Sprache. So wurde die neueste musikalische Errungenschaft der Band von den Nutzern des Musikportals allscandinavian.com bei der Wahl des besten Albums 2008 auf einem beachtlichen vierten Platz gewählt.
 
Wer sich die Jungs einmal live anschauen möchte, der hat am ersten Juni die Gelegenheit dazu. Dann sind die Finnen im Magnetclub in Berlin zu Gast. Dort werden sie im Vorprogramm von Cats on Fire zu sehen sein.

01.06.2009 Underwater Sleeping Society und Cats on Fire im Magnetclub in Berlin 


Tipp für den nächsten Stockholmbesuch: Die Kunstbuchhandlung Konst-ig
Konst-ig gilt als Skandinaviens angesagteste Kunstbuchhandlung. Das kürzlich in den trendigen Stadtteil Söder umgezogene Fachgeschäft bietet Kunstliebhabern und kreativen Köpfen die Möglichkeit, sich in gemütlicher Atmosphäre von einer vielfältigen Literaturauswahl aus den Bereichen Kunst, Fotographie, Architektur und Design inspirieren zu lassen. Dabei beschränken sich die Inhaber der Buchhandlung, Charlotte Ekbom und  Helene Boström, bei weitem nicht nur auf skandinavische Titel, sondern bieten auch die wichtigsten Titel internationaler Autoren in ihrem Sortiment an. Hochqualitative Bücher aus renommierten Verlagshäusern finden hier neben den Veröffentlichungen internationaler Museen und Galerien ihren Platz. Durch eine besondere Selektion limitierter und teilweise signierter Ausgaben zeitgemäßer Künstler kommen auch Sammler von Raritäten auf ihren Geschmack. Angehenden Besuchern der schwedischen Hauptstadt sei diese Adresse wärmstens ans Herz gelegt.

Konst-ig
Åsögatan 124,
11624 Stockholm
Öffnungszeiten: 11:00-18:30 (Samstag bis 17:00 Uhr, Sonntag 12:00-16:00 Uhr)




Finnischer Tanz in den Mai - mit dem Tanztheater ERI
Das finnische Tanztheater ERI wirbt mittlerweile seit 20 Jahren anhand ungewöhnlicher, mit reichlich schwarzem Humor gewürzter Präsentationen und tänzerischer Perfektion für die Vielfalt der finnischen Seelenlandschaft – ein erfolgreiches Unterfangen, dass die Künstler nach ausgiebigen Tourneen auf internationalem Parkett nun wieder mit einer Deutschland Premiere nach Berlin führt.

Am 1.5. und 2.5. werden im Theatersaal der ufafabrik Berlin an einem Abend jeweils zwei Stücke gezeigt: "The Ballerinas" und das Solo  "The Faun", das zum ersten Mal hierzulande aufgeführt wird. Die Tänzer, die sich selbst augenzwinkernd als Botschafterin, Gentleman, Ballettkünstler, Humoristin und als Mann fürs Grobe beschreiben, verknüpfen in ihren Stücken Musik, Tanz und Schauspiel miteinander. Egal, ob politisch, märchenhaft, humoristisch, ihr Ziel ist es, das ganz „normale Leben“ ihrer Heimat auf die Bühne zu bringen.

Wer also den Wonnemonat einmal alternativ mit finnischem Tango einläuten möchte, der sollte den Auftritt dieses Ensembles auf gar keinen Fall verpassen.

Termine: Freitag 1.5. u. Samstag 2.5.  ufafabrik Berlin


Mankells zehntes Wallanderbuch erscheint am 18. August auf schwedisch
Zehn Jahre ist es ruhig gewesen um den übergewichtigen, stets von Selbstzweifeln geplagten Kommissar Kurt Wallander aus Ystad. Zehn Jahre, in denen das ermittlerische Geschick in die Hände anderer wie etwa Wallanders Tochter Linda oder dem Kommissar Stefan Lindmann gelegt wurde. Nun dürfen sich Fans der erfolgreichen Krimireihe wieder auf die Rückkehr ihres Sympathieträgers freuen.

Wie der Schaffer der Figur, Henning Mankell, Ende April am Rande der Internationalen Buchmesse in Buenos Aires bekannt gab, soll es noch einen letzten Band über Kurt Wallander geben, da ihm klar geworden sei, dass noch ein Buch über dessen Leben fehle. Der 61-jährige fügte hinzu, dass er das Werk bereits vollendet habe und der Roman ab August unter dem Titel „Den orolige mannen” (Der unruhige Mann) in seinem Heimatland Schweden erhältlich sei. Wann der Roman in deutscher Übersetzung erscheinen wird, steht noch nicht fest. Ein Erscheinungstermin in naher Zukunft sei jedoch in Planung, wie eine Sprecherin von Mankells deutschsprachigem Verlag Zsolnay nord.info gegenüber mitteilte.

Aller Vorfreude zum Trotz wird dies definitiv Wallanders letzter Fall sein, denn er habe das Buch so geschrieben, dass es keine Fortsetzung mehr geben könne, versicherte Mankell gegenüber den Journalisten in Buenos Aires. Wallander werde jedoch nicht sterben, fügt der Autor hinzu und uns allen in guter Erinnerung bleiben.
 




Skandinavisches Trio in der Komischen Oper in Berlin
 Bis zum 15. Juli gibt es noch die Möglichkeit, das Opernstück „Armida“ in der Komischen Oper anzuschauen. Der für seine skandalösen Interpretationen bekannte katalanische Regisseur Calixto Bieito präsentiert die mittelalterliche Mythengeschichte in einem modernen Gewand und spart dabei auch die für seine postmodernen Inszenierungen üblichen Tabubrüche nicht aus. So gibt es wieder viel Blut und ein älteres, kopulierendes Ehepaar auf der Bühne zu sehen.

Unbestrittener Star des Ensembles: Die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson in ihrer Rolle als 
liebeshungrige und machtbesessene Zauberin Armida, die bereits bei der Premiere des Stücks am 5. April das Publikum immer wieder zu Beifallsbekundungen hinriss. Für Bengtsson, die zu den international renommierteren Sopransängerinnen zählt, ist es die Rückkehr auf die Berliner Bühne. Bereits in den Jahren 2002 bis 2007 wirkte sie an der Komischen Oper in zahlreichen Produktionen mit.

In dem Stück um Liebe, Lust und Macht versucht die Zauberin Armida mithilfe ihrer magischen Kräfte den Kreuzritter Rinaldo zu betören; ein Unterfangen, welches ihr am Ende gründlich misslingt.
Rinaldo wird durch den Dänen Peter Lohdahl gemimt, der schon seit der Saison 2006/07 eine tragende Rolle im Ensemble der Komischen Oper einnimmt. Lohmann ist Preisträger des Gösta Winbergh Awards des Jahres 2006. Karolina Andersson komplettiert das skandinavische Trio. Die junge schwedische Sopranistin, die seit der Spielzeit 2007 an der Komischen Oper singt, ist in dieser Inszenierung gleich in zwei Rollen zu sehen. 

Termine: 26. April,  5. Mai,  23. Mai, 1. Juni, 24 Juni, 4. Juli, 15. Juli jeweils ab 19 Uhr




Kaugummipop mit einer Prise Fuzz-Gitarre
Nach zweijähriger eifriger Arbeit im Tonstudio gibt es wieder etwas Schönes von The Melody Club aus Växjö zu vermelden. Der neue Tonträger „Goodbye to Romance“ liegt in der Pipeline und wird am 22. April in den Regalen diverser Plattenläden für jedermann zugänglich sein – sehr zur Freude ihrer großen Fangemeinde, die sie sich über die Jahre erspielt haben.

Das neue Album klingt poppig wie eh und je, jedoch eine Spur rauer als von den fünf Småländern sonst gewohnt. Laut Angabe der Band haben sie die Erfahrungen ihrer letzten drei Alben und der mehr als 500 Life-Gigs in das neue Album mit einfließen lassen. Als Resultat, so Leadsänger und Songwriter Kristoffer Östergren, klingt „Goodbye to Romance“ reifer denn je und jedes Detail der Platte ist durdacht: Vom spektakulären Booklet, dessen Zeichnungen Östergren in akribischer Arbeit selbst anfertigte, bis hin zu den herrlich ausgefeilten Titeln.

Wer sich davon in der Praxis überzeugen möchte, der kann sich die neue Single „Girls Don"t Always Wanna Have Fun“ auf der Myspace-Seite von The Melody Club schon einmal anhören.

Angefangen mit einer kleinen Frühjahrstour in Schweden und Norwegen wollen Melody Club einen bis zu hundert Auftritte umfassenden Konzertmarathon bis zum Jahresende zurücklegen. Diese bemerkenswerte Leistung wird sie auch auf das eine oder andere deutsche Festival führen; so sind Melody Club gemeinsam mit Moneybrother auf dem Immergut Festival in Neustrelitz Ende Mai zu sehen.

„Goodbye To Romance“ kommt am 22. April in den Handel.


Deutschsprachige Skandinaviencommunity gelauncht
Web 2.0-affine Freunde des hohen Nordens können sich freuen, denn seit Anfang April ist die neue Skandinavien-Community Nordlig.net online. Die Macher haben sich das Ziel gesetzt, die Landschaften, Menschen und Kulturen unserer nördlichen Nachbarn hierzulande noch bekannter zu machen.

Die geschlossene Community, die ihren Mitgliedern eine Plattform zum Informations- und Meinungsaustausch bieten möchte, befindet sich derzeit noch in der Aufbauphase. Um ihren Anspruch, eine bessere Kommunikation zwischen Skandinavienfans zu gewährleisten, in die Tat umzusetzen, benötigt die Seite daher viele fleißige Schreiber, die von ihren Reiseerlebnissen berichten, den ein oder anderen Tipp zum Sill einlegen parat haben oder einfach nur ihre Sichtweisen im eigenen Blog kundtun möchten. Fotos können natürlich auch hochgeladen werden und die Möglichkeit, die eigene Homepage durch Beiträge zu bewerben, dürfte einen zusätzlichen Reiz für Webmaster darstellen.




Der nordische Film zum zehnten Mal zu Gast in Bonn
Was vor zehn Jahren von engagierten Skandinavistikstudenten ins Leben gerufen wurde, hat sich längst zu einem Event der Extraklasse etabliert, auf das sich Skandinavienbegeisterte und Filmfreunde auch im Jubiläumsjahr freuen dürfen.     
Vom 23.4. bis zum  29.4. wird den Besuchern der Beuler Brotfabrik und des Rheinischen Landesmuseums feinste Filmkost aus Schweden, Dänemark, Finnland und Island geboten. Wie in den Jahren zuvor ist es den Veranstaltern, der Kulturgruppe Skandinavische Filmtage (KSF), der Bonner Universität und der Bonner Kinemathek e.V. gelungen, ein buntes, genreübergreifendes Programm auf die Beine zu stellen.

 

Ob Flower Power auf Island (Veðramót; The Quiet Storm; 2007) oder das stark an Jarmuschs Night on Earth erinnernde Episodendrama De Ofrivilliga (Involuntary; Schweden; 2008), die ausgewählten Beiträge verstehen es, dem mehr oder minder mit dem Norden vertrauten Kinobesucher ein gutes Bild vom heutigen Skandinavien zu vermitteln.

 

Wie immer werden alle Filme im Original gezeigt; wer jedoch dem Schwedischen oder Norwegischen nicht mächtig ist, kann problemlos auf den deutschen oder englischen Untertitel zurückgreifen. Besonderes Bonbon: In diesem Jahr wird es auch den ein oder anderen Kurzfilm geben, welcher vor einigen Vorstellungen eingespielt wird.

 

Seit letztem Jahr kann die studentische Initiative nun auch die ihr (längst) gebührende Anerkennung für ihre Arbeit für sich entgegen nehmen. So gab 2008 nicht nur die eigens aus Norwegen angereiste Produzentin Ingvild Hellesøy ihr Stelldichein in  der Bundesstadt, die Universitätsgesellschaft Bonn würdigte die KSF zudem im selben Jahr mit dem Alumnipreis für ihr großes außeruniversitäres Engagement.

 

Skandinavische Filmtage in Bonn: 23.-29. April 2009 in der Beuler Brotfabrik und im Rheinischen Landesmuseum.

 

Termine  

 

Donnerstag, 23.04.2009, 19 Uhr, Brotfabrik

Die Rebellion von Kautokeino (Norwegen 2008)

 

Freitag, 24.04.2009, 21 Uhr, Brotfabrik

So finster die Nacht (Schweden 2008) 

 

Samstag, 25.04.2009, 19 Uhr, Brotfabrik

De Ofrivilliga (Schweden 2008)

 

Sonntag, 26.04.2009, 19 Uhr, Brotfabrik

Die Insel der schwarzen Schmetterlinge (Finnland 2008)

 

Montag, 27.04.2009, 19 Uhr, Brotfabrik

Aufkommender Sturm (Island 2007)

 

Dienstag, 28.04.2009, 19.30 Uhr, Brotfabrik

O` Horten (Norwegen 2007)

 

Mittwoch 29.04.2009, 21 Uhr, Brotfabrik

Skandinavischer Kurzfilmabend und Abschiedsabend der Skandinavischen Filmtage 2009

 

 

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I want to ride my bicycle!
Regen und nachts sogar Minusgrade. Was zurzeit vielen Leuten die Laune verdirbt, hat zum Glück bald ein Ende, denn im Wetterbericht für die nächste Woche werden Temperaturen bis zu 16 Grad gesichtet und das heißt, dass das Fahrradfahren endlich wieder Spaß macht.

In Skandinavien gibt es kaum einen Lebensbereich, der nicht auch aus einem ästhetischen Blickwinkel betrachtet wird und so zeigt der Blog Copenhagen Cycle Chic ausschließlich Streetstylebilder von gut angezogenen Fahrradfahrern, die alle stilbewussten Radler inspirieren sollten.

Wer aber nicht nur fahrradfreundliche Kleidung, sondern gleich ein neues Fahrrad in skandinavischem Design sucht, dem empfehlen wir unseren Webshop Scandstyle.de. Die robusten schwedischen Militärräder von Kronan bedienen den klassischen Geschmack und die Räder von Bomega – entworfen von so namhaften Designern wie Marc Newson oder Jens Martin Skibsted – seien allen ans Herz gelegt, die es etwas moderner mögen. Für welches Rad man sich auch entscheidet – schnelle Lieferung rechtzeitig zum wärmeren Wetter und einfache Bezahlung sind selbstverständlich!

Viel Spaß wünscht Scandstyle.de!




Tove Jansson in Bildern
Eine Fotoausstellung über die Finnlandschwedin Tove Jansson (1914-2001), die Schöpferin der weltberühmten Mumins, wird vom 20. März bis 30. April im Berliner Finnland-Institut gezeigt. Die Aufnahmen umfassen eine Zeitspanne von über 50 Jahren: Sie entstanden zwischen 1943 und 1994.

Ein Teil der Fotos stammt von Per Olov Jansson (geboren 1920), dem kleinen Bruder von Tove. In den 50er Jahren gründete er mit seinem Bruder Lars ein Unternehmen namens Aerofoto. Per Olov Jansson nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil und präsentierte sein Werk auch in Einzelausstellungen. Seine Fotos von Tove Jansson entstanden in den 40er, 50er und 60er Jahren.

Die neueren Bilder von Tove Jansson hat der Stockholmer Fotograf Carl Gustaf Hagström (geboren 1940) gemacht. Er war seit 1963 als freier Fotograf tätig. Für renommierte Zeitungen wie z.B. die New York Times fertigte er Fotoreportagen an und er zeigte Fotoausstellungen in Helsinki, Stockholm, Kopenhagen und Paris; ferner drehte Hagström Dokumentarfilme. Seine Fotos von Tove Jansson machte Hagström in den 70er, 80er und 90er Jahren. Sie entstanden teilweise bei Tove Janssons Sommerhaus in den Schären von Porvoo, wo sie viele Sommer mit ihrer Lebensgefährtin Tuulikki Pietilä verbrachte. Weitere Aufnahmen zeigen Tove Janssons Atelier und den Ort ihrer Kindheit, den Helsinkier Stadtteil Skatudden/Katajanokka.

Tove Jansson in Bildern, Finnland-Institut, 20.3.-30.4.2009, Eintritt kostenlos




Ann Edholm in der Galerie Nordenhake
Mit den Malereien, die Ann Edholm in ihrer ersten Ausstellung in Berlin zeigt, kommt die Künstlerin vielleicht wie nie zuvor ihrer eigenen Autobiographie nahe. Ihre Arbeiten, die sie als umfangreiche Serien großformatiger, manchmal sogar monumentaler Malereien konzipiert, grenzen sowohl an geometrische Abstraktion wie auch an subtilen Expressionismus an. Letzterer zeigt sich in kaum sichtbaren Details, wie leichten Fingerabdrücken oder Wischspuren, die vom Pinsel herrühren oder noch häufiger von einem Spachtelmesser, und verunklärt so die scheinbar soliden Kompositionsmuster einfacher geometrischer Formen.

Vor dem Hintergrund eines elaborierten Geflechts aus kulturellen, religiösen und symbolischen Bezügen verbindet Edholm gewissenhaft klassische Malerei mit elementaren geometrischen Formen und spontanen malerischen Gesten. Obwohl diese Spuren auf den ersten Blick wie Verschmutzungen aussehen, eröffnen sie unerwartete Bezüge zu anderen Traditionen westlicher Kunst sowie zu aktuellsten Diskursen über den Zusammenhang von Malerei und Selbst.

Ann Edholm - At The Back of Silence - 7. März - 25. April 2009 - Galerie Nordenhake




The Boss of It All
Lars von Trier ist wahrscheinlich der ehrgeizigste dänische Filmemacher mit dem unverwechselbarsten Stil, den die Welt seit den mehr als 60 Jahre alten Werken von Carl Theodor Dreyer gesehen hat. Zurzeit ist von Trier mit dem neuen Spielfilm "The Boss of it All" aktuell in den deutschen Kinos. Der Film ist eine Bürokomödie mit einer auf Klamauk angelegten Handlung: Ravn, der Eigentümer einer IT-Firma, hat seinen Angestellten die Existenz eines erfundenes Chefs vorgegaukelt, den er für alle unpopulären Entscheidungen verantwortlich macht. Als nun ein schrulliger Isländer (gespielt von Fredrik Thor Fridriksson) die Firma nur unter der Bedingung kaufen will, the boss of it all persönlich zu treffen, engagiert Ravn einen gescheiterten Schaupieler (Jens Albinus) als Unternehmenschef und das Chaos ist vorprogrammiert.

Lars von Trier studierte Film an der Danish Film School und erlangte mit seinem ersten Spielfilm, "Element of Crime" (Forbrydelsens Element) (1984) internationale Aufmerksamkeit. Eine Mischung aus Film Noir und deutschem Expressionismus mit stilistischen Referenzen zu Dreyer, Andrei Tarkovsky und Orson Welles sowie die Kombination einer gelbstichigen, monochromen Kinematographie mit einer unheilschwangeren Atmosphäre machten den Film zu einem unvergesslichen visuellen Erlebnis. Von Triers folgende Filme "Epidemic" (1987) und "Europe" (1991) waren ebenso ehrgeizig in Thema und Visualität, obwohl er den internationalen Durchbruch wahrscheinlich mit der Fernsehserie "Riget" (1994) schaffte, die Krankenhausdrama, Spukgeschichte und 90er-Surrealismus spannungsvoll mischte und nicht nur in Dänemark ein großer Erfolg war.

Von Triers neuester Film läuft in Deutschland seit Januar und wurde zuvor bei Filmfestivals in London, San Sebastian und Montreal gezeigt. Die New York Times über The Boss of It All: "A surprisingly light-hearted though nonetheless both brilliantly witty and delightfully subversive film!”

Mehr Information über den Film...




Nordischer Filmpreis für Roy Andersson
Der schwedische Regisseur Roy Andersson wurde gemeinsam mit seiner Produzentin Pernilla Sandström für den Film „Du levande“, zu deutsch „Das jüngste Gewitter“, mit dem Filmpreis des Nordischen Rates 2008 ausgezeichnet.
Roy Andersson ist bekannt für seine skurrilen, mit viel schwarzem Humor versehenen Filme, wie zum Beispiel „Songs from the Second Floor“ oder „Eine schwedische Liebesgeschichte“.
Groteske und kalt wirkende Bilder sind auch für „Du levande“ charakteristisch, doch beweist Andersson damit auch Sinn für Sensibilität. Seine Darsteller haben nüchterne und mit alltäglichen Problemen behaftete Rollen. Der Hauptaspekt des Karikierens der schwedischen Kultur und Gesellschaft macht die Herausforderungen im Alltag anderer Personen auch für uns sichtbar. Hier stehen sich nicht nur Leben, Tod und Sehnsucht des Menschen gegenüber, sondern das Genre Film bekommt durch die einzigartige Umsetzung Anderssons wieder eine seiner Hauptfunktionen zugeschrieben: Reflektion des Gesehenen auf die eigene Person.




Copenhagen Furniture Festival
Vom 5. bis zum 7. September feiert Kopenhagen das Copenhagen Furniture Festival. Dabei dient das Stadtzentrum der lebendigen dänischen Hauptstadt als Bühne, auf der internationales Möbeldesign von mehr als 40 eingeladenen Firmen präsentiert wird. Neben Klassikern wie Fritz Hansen kann man auf dem Festival aber auch noch unbekanntere Hersteller und Designer entdecken.

So lohnt sich bestimmt ein Besuch im 2000 Quadratmeter großen Showroom vom Möbelhersteller GUBI, der im Kopenhagener Freihafen liegt, ein Bezirk, der in den letzten Jahren stark an Attraktivität gewonnen hat. GUBI hat das Copenhagen Furniture Festival zum Anlass genommen, fünf aufstrebende dänische Designer einzuladen, verschiedene GUBI und Bestlite Produkte individuell zu interpretieren.

Erreichen kann man den GUBI Showroom sowie alle anderen Veranstaltungsorte kinderleicht mit dem kostenlosen Festivalbus. Schicken Sie einfach eine SMS mit dem Text “FESTIVAL4” an die Nummer 24445053 und Sie können den Shuttleservice benutzen und werden auf dem Laufenden gehalten betreffend Programm und Veranstaltungen während des Festivals.

Mehr Infos über das Copenhagen Furniture Festival und die Aussteller gibt es hier: copenhagenfurniturefestival.dk
gubi.dk
Bild: GUBI - Christian Kornum - Lyslevende


Rückblick: EuroPride in Stockholm
Mit den letzten Sommertagen verabschiedet man sich derzeit auch von der Saison der Pride-Paraden. Das Highlight in Skandinavien war dieses Jahr ohne Zweifel das Pride-Festival in Stockholm, ein großes Festival für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen.
 
Dieses Jahr wurde wegen der besonderen Ehre, die EuroPride auszurichten, die ganze Stadt zum Austragungsort der Festivitäten, und so beschränkten sich die Veranstaltungen nicht nur auf Schlagerabende im Pride-Park oder Vorlesungen im Pride-Haus, sondern auch in Galerien, Museen, Clubs und Geschäften in der gesamten Innenstadt wurden Stockholmer und Touristen mit dem Pride-Geschehen konfrontiert. Die Busse des öffentlichen Nahverkehrs waren mit der Regenbogenflagge geschmückt, im Schifffahrtsmuseum wurde eine Ausstellung über das Matrosenleben als Freizone für homosexuelle Männer zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezeigt, im Tanzmuseum gab es Führungen unter einer Queer-/Crossdressing-Perspektive und viele Geschäfte beteiligten sich über spezielle EuroPride-Rabatte an dem Event.

Aber auch in Stockholm wurde wieder einmal deutlich, wie wichtig Veranstaltungen wie die Pride sind – auch wenn sie in Skandinavien nicht annähernd so umstritten wie in anderen europäischen Ländern wie z.B. Polen oder Moldavien sind. Mehrere Besucher wurden nach dem Besuch der Schlagergala trotz starker Polizeipräsenz Pridepark misshandelt. Die Polizei stufte die Körperverletzung als „Hassverbrechen“ ein, eine schwedische Bezeichnung für Vorfälle mit fremdenfeindlichen, islamofoben, antisemitischen oder eben homofoben Motiven.Es geht beim Pride-Festival also immer noch um sehr viel mehr als um buntes Treiben und Feiern und es ist ein wichtiges Signal – und wirklich höchste Zeit –, dass die Stadt Stockholm dieses Jahr die Regenbogenflagge so nachdrücklich gehisst hat.

www.stockholmpride.org




Transplant - Raum für Ideen
Weiß wie Schnee in der Sommersonne schimmert das neue norwegische Designcenter Transplant am Dalsfjord in Dale i Sunnfjord. Die einzigartige Architektur wurde von Attila Eris entworfen, der unter anderem für Renzo Piano am Paul Klee Zentrum in Bern gearbeitet hat. Großzügige Glasflächen lassen Raum und Fjord eins werden, die Aussicht aus den einzelnen Gebäudeflügeln zerlegt die Landschaft wie in Postkartenmotive.

Transplant wurde letzten Sommer vom französisch-schwedischen Designduo Ralston & Bau eröffnet und legt seinen Fokus auf Designkompetenz und Produktentwicklung für kreative und innovative Personen und Firmen. Es ist eine Ideenfabrik für Architekten, Interiordesigner, Produktdesigner und Produktentwickler, die neue Konzepte mit Hilfe professioneller Tools entwickeln und umsetzen möchten.

Auf 600 Quadratmetern Fläche befinden sich das Designstudio "Ralston & Bau", die Prototypenwerkstatt "Shape", ein Designshop, ein Restaurant mit Weinbar sowie eine Fläche für wechselnde Ausstellungen. Transplant dient auch als Veranstaltungsort für Konzerte und bietet Raum für "Nordic Materials", eine Bibliothek für innovative Materialien. Diese Kooperation fand bereits bei der Gestaltung von Transplant ihren Niederschlag – die Fassade des Gebäudes besteht aus Duralmond, einem innovativen Material aus zerkleinerten Mandelschalen. Die Fassade, die an Papierstapel erinnert, wurde von Ralston & Bau entwickelt und symbolisiert so den Anfang eines jedes kreativen Prozesses - ein unbeschriebenes Blatt Papier.

Transplant bietet nicht nur Unternehmen und Organisationen perfekte Räumlichkeiten für Workshops oder Kick-Offs, ein wichtiger Tätigkeitsbereich ist außerdem die Förderung des Austausches zwischen Kunst und Design in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern. Künstler und Designer finden im Center Platz zum Arbeiten, die Ruhe der Umgebung gibt Freiraum zum Nachdenken und Entspannen und die fertigen Arbeiten können gleich vor Ort ausgestellt und einem Publikum präsentiert werden.

Alles in allem also ein sehr spannendes Konzept, das gut angenommen wird: Seit der Eröffnung waren unter anderem schon die norwegische Königin Sonja, der norwegische Porzellanhersteller Figgjo, die französische Grafikkünstlerin Geneviéve Gauckler und die deutsche Künstlergruppe Klub7 zu Gast.

Wer Transplant in nächster Zeit auf seiner Route hat, sollte sich folgende Termine merken:
„Dalsfjordveka“ - die Dalsfjord Woche, vom 1. bis 10. August, in der es verschiedene Veranstaltungen in Dale und somit auch im Transplant gibt // Jazzdinner mit der japanischen Köchin Sakura aus Frankreich und Musik von Christian Stimming aus Deutschland und Ragnhild Stav aus Norwegen (25. Juli) // Konzert mit Bjørn Kowalski, der für sein Modelabel Haakki bekannt ist (26. Juli) // verschiedene Jazzveranstaltungen mit Christian und Ragnhild am 27. Juli (Brunch), am 1. August (Dinner) und am 2. August (Barnight) // Workshop „1:1 Site Architecture Camp” mit Todd Saunders von Saunders Architecture Studio (9. September) // Redesign Workshop „Textile&Product” mit FRETEX (24. – 25. Oktober) // Ausstellungseröffnung „Maturation” mit u.a. Studio Glithero mit Sarah van Gameren und Tim Simpson (12. September).
Mehr Infos gibt es hier!




Into the Wild
Lust auf Natur aber Angst vor der Wildnis? Kein Problem, im ARKEN, dem Museum für Moderne Kunst in Ishøj, eine knappe halbe Stunde vom Kopenhagener Hauptbahnhof entfernt, wird derzeit zeitgenössische skandinavische Landschaftsfotografie gezeigt. Die Ausstellung „Nordic Moods“ präsentiert 65 Fotografien von 23 skandinavischen Künstlern. Der Besucher wird gängige Klischees zum Thema bestätigt sehen – nicht umsonst heißt es ja immer, dass die Seele der Nordbewohner stark von Natur geprägt ist – aber für manche der Fotografen ist die Natur auch nur eine schöne Leinwand, auf der ganz andere Geschichten erzählt werden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. September, wer in diesem Zeitraum Kopenhagen besuchen will, kann seinen Aufenthalt noch mit einer Menge anderer Events kombinieren – dem Jazzfestival, das noch bis zum 13. Juli läuft; im August kann man dann außer der Copenhagen Pride auch noch den 95. Geburtstag der kleinen Meerjungfrau feiern oder die Fashion Week besuchen, und die Tivoli-Saison geht sogar noch bis September.

www.arken.dk
www.woco.dk

Foto: Lars Tunbjörk, Vuxendop i Löttorp, Öland, 1987 (Erwachsenentaufe in Löttorp, Öland, 1987)